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- Beats erweitert sein Angebot an Over-Ear-Kopfhörern um ein neues Spitzenmodell.
- Größte Neuerung sind austauschbare Polster in verschiedenen Farben, wodurch Käufer ihre Beats noch stärker individualisieren können.
- Die Polster sind zudem in einer Sport- und einer Leder-Ausführung zu haben.
Die Apple-Tochter Beats hat ein neues Flaggschiffprodukt vorgestellt, mit dem man die Wünsche der lifestyleorientierten Beats-Käufergruppe wohl ziemlich gut adressieren dürfte. Die Beats 360 kommen mit austauschbaren Polstern, die sich nicht nur farblich, sondern auch bei den Materialien unterscheiden. Zunächst werden sie in den vier Grundfarben Schwarz, Wolke, Pink und Himmelblau angeboten. Serienmäßig verwendet der Hersteller sogenannte „Performance Knit“-Polster aus Memory Foam mit einem atmungsaktiven Strickgewebe. Erstmals bei einem Beats-Kopfhörer lassen sich sowohl die Ohrpolster als auch das Polster am Kopfbügel austauschen.
Zusätzliche Polster-Sets gibt es in zwei Ausführungen. „Performance Knit“ wird in Schwarz, Wolke, Pink, Himmelblau, Navy und Volt angeboten. Daneben gibt es eine „Premium“-Variante aus technisch verarbeitetem Kunstleder in Schwarz und Wolke. Der reguläre Preis für ein Set aus Ohr- und Kopfbügelpolstern beträgt 59,95 Euro. Zum Marktstart verlangt Beats in Deutschland vorübergehend 9,95 Euro, solange der Vorrat reicht.
Neue Treiber und stärkere Geräuschunterdrückung
Für die Beats 360 hat der Hersteller auch das Akustiksystem überarbeitet. Zum Einsatz kommen neu entwickelte Treiber mit dreischichtigen Membranen und jeweils zwei Neodym-Magneten. Beats verspricht dadurch geringere Verzerrungen und eine präzisere Wiedergabe über das gesamte Frequenzspektrum.
Auch die aktive Geräuschunterdrückung wurde weiterentwickelt. Nach Herstellerangaben erreicht das neue ANC-System eine bis zu 1,75-mal stärkere kombinierte Geräuschunterdrückung als bei den Beats Studio Pro. Ein Transparenzmodus lässt auf Wunsch Umgebungsgeräusche durch.
Hinzu kommt der bereits bekannte adaptive Equalizer, der die Wiedergabe kontinuierlich an den Sitz des Kopfhörers anpasst. Personalisiertes 3D Audio mit dynamischem Headtracking und Dolby Atmos wird ebenfalls unterstützt. Dafür erfassen ein Beschleunigungs- und ein Gyrosensor die Bewegungen des Kopfes.
Neun Mikrofone für ANC und Telefonate
Insgesamt verfügen die Beats 360 über neun digitale MEMS-Mikrofone. Acht davon werden für die aktive Geräuschunterdrückung und drei für die Stimmerfassung verwendet, wobei zwei Mikrofone beide Aufgaben übernehmen. Bei Telefonaten soll ein Beamforming-System die Stimme hervorheben und störende Umgebungsgeräusche reduzieren.
Die Bedienung erfolgt über physische Elemente an beiden Ohrmuscheln. Rechts befinden sich eine Lautstärkewippe sowie eine Taste für Wiedergabe, Pause und Anrufe. Links sitzen der Ein- und Ausschalter sowie eine separate Taste zum Wechseln des Hörmodus.
Für die Funkverbindung setzt Beats auf Bluetooth 5.3 der Klasse 1 und einen eigenen Beats-Chip. Mit Apple-Geräten werden unter anderem Ein-Klick-Kopplung, automatischer Gerätewechsel, Audiofreigabe, „Hey Siri“, „Wo ist?“ sowie 3D Audio bei FaceTime unterstützt. Auf Android stehen unter anderem Fast Pair, Audio-Wechsel und Find Hub zur Verfügung.
Bis zu 32 Stunden Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit gibt Beats mit bis zu 32 Stunden an. Dieser Wert soll sowohl bei ausgeschaltetem ANC und aktiviertem adaptivem Equalizer als auch mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung und personalisiertem 3D Audio erreicht werden. Über USB-C lassen sich die Kopfhörer aufladen. Fünf Minuten Ladezeit sollen mit der Fast-Fuel-Funktion für bis zu eine Stunde Musikwiedergabe ausreichen.
Erstmals stattet Beats einen seiner Over-Ear-Kopfhörer außerdem mit einer IPX4-Zertifizierung aus. Damit sind die Beats 360 gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt und sollen sich damit auch besser für sportliche Aktivitäten eignen. Zum Transport lassen sich die Ohrmuscheln flach zusammenlegen; ein Case aus Ripstop-Gewebe gehört zum Lieferumfang.
Beats nennt zudem einen höheren Anteil wiederverwerteter Materialien. Ohrmuscheln, Lautsprechergehäuse und verschiedene interne Komponenten bestehen demnach zu 80 Prozent aus recyceltem Kunststoff. In den Magneten kommen laut Hersteller ausschließlich recycelte seltene Erden zum Einsatz.
Preise und Verfügbarkeit
Die neuen Beats 360 sind kein Schnapper. Sie können ab heute bei Apple vorbestellt werden und kosten 349.95 Euro. Jede Farbvariante kommt mit farblich abgestimmten Ohr- und Kopfbügelpolstern aus „Performance Knit“.
Parallel zur Einführung des neuen Modells senkt Beats den Preis der Beats Studio Pro. Sie kosten bei Apple künftig 299,95 Euro. Die neuen Beats 360 liegen mit 349,95 Euro noch einmal 50 Euro darüber und übernehmen damit die Position als neues Over-Ear-Topmodell der Marke.


